Funktion

Empfehlungen, die Ihr Team überstimmen kann

Jede Apotheke sammelt täglich Signale, die niemand auswertet, weil sie in Gesprächen und Zetteln verschwinden. Wenn dieselbe Frage in einer Woche zwanzigmal kommt, ist das eine Information. Wenn eine Vorbestellung regelmäßig dasselbe Präparat betrifft, ebenfalls. Sichtbar wird das erst, wenn die Vorgänge an einem Ort liegen.

Woraus die Auswertung entsteht

Nicht aus zusätzlicher Erfassung, sondern aus dem, was ohnehin in den Vorgängen steht: wonach gefragt wurde, was nicht verfügbar war, wie oft zurückgerufen werden musste, welche Wege ein Fall genommen hat.

Vier Arten von Empfehlung

Die Vorschläge sind bewusst konkret und immer mit der Begründung versehen, aus der sie entstanden sind.

  • Bevorratung: Ein Präparat wurde zwölfmal in drei Wochen nachgefragt und war siebenmal nicht lagernd.
  • Aktion: Für ein häufig nachgefragtes Präparat liegt eine Aktion vor, die in vier Tagen endet.
  • Standardantwort: Dieselbe Frage kam vierzig Mal. Sie eignet sich für eine automatische Auskunft.
  • Zuständigkeit: Vorgänge dieser Art werden im Schnitt zweimal weitergegeben, bevor sie erledigt sind.

Blindarbeit sichtbar machen

Der interessanteste Teil der Auswertung ist nicht, was zu tun ist, sondern was gar nicht hätte anfallen müssen. Arbeit, die nur entstanden ist, weil unklar war, wer zuständig ist, taucht in keiner Statistik auf. Über Kategorien und Verläufe wird sie sichtbar und lässt sich abstellen.

Ihr Team entscheidet

Jede Empfehlung ist ein Vorschlag mit Herkunft. Er kann angenommen, verändert oder abgelehnt werden, und die Ablehnung ist kein Fehler, sondern eine Information. Ein System, das in der Apotheke selbstständig handelt, wäre weder fachlich noch rechtlich vertretbar.

Häufige Fragen

Ist das eine Personalauswertung?

Nein. Die Auswertung zielt auf Abläufe, nicht auf Personen. Was ausgewertet wird und wer es sieht, wird vor dem Start festgelegt, sinnvollerweise gemeinsam mit dem Team.

Wie lange dauert es, bis Empfehlungen brauchbar sind?

Für wiederkehrende Fragen genügen wenige Wochen. Für Bevorratungsvorschläge braucht es einen Zeitraum, der die Saison mit abbildet.

Ersetzt das eine Warenwirtschaftsauswertung?

Nein. Die Warenwirtschaft weiß, was verkauft wurde. Diese Auswertung weiß, wonach gefragt wurde und was daran nicht funktioniert hat. Das ist die Lücke dazwischen.

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