In einem Apothekenteam arbeiten Pharmazeutinnen, PKA, Lehrlinge, Aspirantinnen, der Einkauf und die Leitung an sehr unterschiedlichen Dingen. Die meisten Reibungsverluste entstehen nicht daran, dass jemand etwas nicht kann, sondern daran, dass unklar ist, wer es macht.
Ein Vorgang geht an eine Rolle und damit an eine Person mit Namen: Bewilligung zur PKA, Bestellfrage zum Einkauf, Beratungsfrage zur Pharmazie. Bleibt er unzugewiesen, landet er an der Tara. Es gibt keinen Zustand, in dem etwas offen ist und sich niemand zuständig fühlt.
Drei Rollen, drei Rechte
Die Trennung ist bewusst schmal gehalten, damit sie im Alltag hält.
Verantwortliche: schließt den Vorgang, nachdem sie hingesehen hat.
Ausführende: erledigt eine Aufgabe und bestätigt sie oder gibt sie mit Grund zurück.
Weitergebende: reicht weiter und entscheidet selbst, ob sie informiert bleiben will.
Abschluss ist eine Entscheidung
Ein Vorgang schließt sich nicht, weil alle Haken gesetzt sind. Er schließt, weil die verantwortliche Person bestätigt hat, dass die Sache erledigt ist. In einer Apotheke ist das kein bürokratischer Zusatz, sondern die Stelle, an der Fehler auffallen.
Nebeneffekt Einschulung
Wer neu ist, sieht an abgeschlossenen Vorgängen, wie ein Fall üblicherweise abläuft. Für Lehrlinge und Aspirantinnen ist das mehr wert als ein Ordner mit Ablaufbeschreibungen, weil es die echten Fälle sind.
Häufige Fragen
Sieht die Leitung, wer wie schnell arbeitet?+
Die Auswertung zielt auf vermeidbare Arbeit, nicht auf Personenüberwachung. Was auswertbar ist und wer es sieht, wird vor dem Start festgelegt, sinnvollerweise gemeinsam mit dem Team.
Was passiert mit einer Aufgabe, die niemand annimmt?+
Sie fällt an die Tara zurück und ist dort sichtbar. Sie verschwindet nicht in einer Sammelmailbox.